Donnerstag, 18. September 2014
Gedankenfetzen: Chikungunya
Chikungunya ist Moppelkotze!
Das ist eine Tropenkrankheit, die von kleinen fiesen Mücken übertragen wird. Die Krankheit ist eigentlich ehr im asiatischen Raum verbreitet, doch seit Anfang dieses Jahres hat sich die Krankheit auch hier breit gemacht und das ziemlich schnell.
Nach einer 3-tägigen Inkubationszeit bekommt man zum Teil recht hoches Fieber, rote Punkte/Hautausschlag und Gelenkschmerzen. Diese sind auch Namensgeber für diese Krankheit, denn die Übersetzung bedeutet so etwas wie, 'gebeugter Mann'.
Diese Schmerzen können sehr heftig sein, sodass man sich wirklich nicht mehr bewegen kann oder die Finger oder Zehen entkrampfen kann.
Das Denguefieber ist hier auch verbreitet und hat recht ähnliche Symptome, ist aber leider deutlich gefährlicher. Es kann in seltenen Fällen zu inneren Blutungen und dergleichen kommen. Es gibt mehrer Stämme von diesem Virus und das tückische ist, dass wenn du eine Infektion überstanden hast du bei einer zweiten Infektion mit einem anderen Stamm, ganz schlechte Chancen hast. Denn dies führt zu einer negativen Rückkopplung mit den Antikörpern von der letzten Infektion.
Was bedeutet das Dengue nicht nur Moppelkotze ist, sondern das ist ein Arschloch, das aus der Kreuzung eines ranzigen Iltis und der Portion Met die die du 3 Wochen im Sommer vergessen hast in den Kühlschrank zu tun und die dir jetzt schon wieder an deiner Tür klingelt um dir Zeitungsabos anzudrehen ist, und das dir mit Anlauf ins Kreuz springt (der Satz macht Sinn, ließ ihn nochmal).

Wie dem auch ist. Nach diesem kleinen Ausflug in die Tropenkrankheitskunde, der Grund für diese unverschämte Weiterbildung meiner (sehr kleinen) Leserschaft.
Diese Chikungunya-Moppelkotze hat mich erwischt.
Ich schlug mich die letzten anderthalb mit Fieber rum. Auch die roten Punkte sind jetzt zum Schluss noch aufgetaucht und die obligatorischen Gelenkschmerzen sowieso.
Das Problem mit denen ist, dass die zwischen durch noch monatelang auftreten können...

Naja... dafür habe ich jetzt eine lebenslange Immunität gegen diese Moppelkotze.
Ein ungemein nützliche Eigenschaft, die sich in unseren Breitengrade, auf der Nützlichkeitsskalar knapp hinter das Alphabet rückwärts rülpsen und vor Make-up am Geschmack zu erkennen.

Also
Nos vemos!



Mittwoch, 10. September 2014
Gedankenfetzen: Benimmregeln
Yasmin hat ein Buch drüber, wie man den Leuten Zuhause von den Ereignissen erzählen sollte. Welche Formulierungen zu vermeiden sind, um keine negativen Vorurteile zu verstärken.
Hört sich alles sehr interessant an.


Ich habe es selbstverständlich nicht gelesen.

Ihr werden es also aushalten müssen, dass ich zwischendurch durch Unwissenheit grenzwertig nah ans Arschloch-sein rücke.

Sollte ich mich doch entschließen es zu lesen, werde ich es euch zusammenfassen.
Nos vemos!



Freitag, 29. August 2014
kurze Gedankenfetzen die 1000 Grúas des Friedes...
... die eigentlich nur 700 sind.
Lisa und Linda versuchten ein Uniplattform für die Studenten zu schaffen damit diese sich besser untereinander organisieren können.
Dieses Projekt nennt sich ISA.Forma.
Um das ganze zu starten, stellten sie selbst mit Hirotaka, einem japanischen Freiwilligen hier an der ISA, die ersten Veranstaltungen.
Eine dieser Veranstaltungen war das Origamifalten von 1000 Kranichen.
Ein in Japan verbreiteter Brauch zum Gedenken der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki und als Mahnmal für den Frieden.
Dies versuchten die drei mit den Studenten an mehreren Abende zu bewerkstelligen... irgendwie haben sich mich da auch mit reingezogen...
Probleme die sich in den Weg stellten:
- die wenigsten der beteiligten Studenten war gut im falten von Grúas
- die meisten Studenten hat es nicht auf der Plattform gesehen, sondern waren nur arme Tröpfe die zum falschen Zeitpunkt an dem Raum vorbei liefen und dann dazu überredet würden mit zu machen
- die Abschlussprüfungen standen vor der Tür

Diese Probleme würde selbstverständlich alle gelöst...
- wir setzten uns für eine aktive Inklusion von Kranichen mit besondern Ansprüchen in die normalen Ketten ein
- sobald ein Student sich in den Raum verirrt hat wurde er mit allen erdenklichen Überredungstechniken daran gehindert zu gehen
- und schließlich: würde der Fertigstellungstermin nach hinten verschoben, die Zielproduktionsmenge reduziert und ein Gros der Arbeit blieb an uns hängen

Aber nun hängen sie; die 1000 Grúas,
...die eigentlich nur 700 sind.


Aber zumindest weiß ich jetzt, wie man Origami-Kraniche faltet.



Samstag, 16. August 2014
kurze Gedankenfetzen Mangobäume
Bis Ende August zwei deutsche Freiwillige sind noch zwei deutsche Freiwillige hier (Lisa und Linda). Die beiden bereiten sich zur Zeit auf die Heimreise vor und sind dabei all ihre Souvenirs zusammensuchen.
Lisa soll einer ihrer etwas romantisch-verträumten Freundinnen einen Mangozweig mitbringen, wenn sie noch mal unter einem solchen Baum spazieren geht.

Ich persönlich muss sagen, Mangobäume verlieren einiges an ihrer innewohnenden Romantik, wenn einer davon direkt neben deinem Fenster steht und jede Nacht, wirklich jede Nacht ziemlich laut diese vermaledeiten Früchte auf das Wellblechdach darunter schmeißt und einen so jede Nacht wenigstens einmal aus dem Schlaf holt...
Ich werde niemandem Mangozweige mitbringen... es sei den als Genugtuung für mich selber, diesem Baum verletzt zu haben...