Freitag, 15. August 2014
Der erste Monat Part I WM
¡Hola!
¿Cómo estás?
So ich bin jetzt seit über einem Monat hier.
Ich habe beschlossen von Zeit zu Zeit hier etwas über mein halbes Jahr Karibik zu schreiben.
Diesen ersten Monat werde ich nach und nach etwas präsentieren.

Zuerst mal war dar die WM. Ich weiß lange her, aber ich werde gleich erklären, warum die immer noch wichtig ist für mich und mein Leben hier.

Ich habe die beiden letzten Spiele hier gesehen, dass Spiel gegen Brasilien in einer Bar in Boca Chica. Ein paar deutsche Urlauber und Auswanderer haben sich auch dort eingefunden, auch wenn wir immer noch in hoffnungsloser Unterzahl zu den Brasilienfans, aber was sollst wir hatten zumindest was zu feiern. Auch wenn niemand wirklich verstanden hat was er da sieht. wirklich schöner Tag und langer Abend. :-)

Zwischen den Spielen habe ich die Stadt gewechselt. Die ersten Tag war ich einfach am Strand und in Santo Domingo um die Jet-Lag zu überwinden, aber irgendwann muss man auch zusehen, dass man zu seinen Labor kommt. So habe ich mich mit dem Bus auf den Weg gemacht nach Santiago, der zweitgrößten Stadt hier (leider ohne direkten Stand). Nach dem ich etwas abenteuerlich doch noch meine Unterkunft erreicht habe, war ich unendlich froh meine kleines neues Reich zu beziehen.

Meine Gastfamilie ist wirklich super nett und besteht aus Lilana, meiner Gastmutter und ihren drei Söhnen (20, 15, 6) (zu denen später mal etwas mehr).

Am nächsten Tag stand das Finale an. Also schmeißt man sich in die Fanmontur. Ich habe das Spiel mit meiner Gastfamilie gesehen und als Einzige weit und breit für Deutschland muss man sich schon etwas errichten.
Das Spiel war großartig, auch wenn ich nicht alles sehen könnte, da in der ersten Halbzeit der Strom im ganzen Viertel ausfiel. Nach einigem verzweifeltem fluchen auf Fernsehr, Stromnetze und generell der ganzen Welt haben einige Telefonate ergeben wo es über Generatoren noch Strom gibt. Wir sind also alle raus aus dem Haus raus und im Dauerlauf zum Fernsehr gesprintet. Nachdem wir dort auch über die Mauer geklettert sind ( das elektrische Tor war nicht am Generatorkreislauf) könnten wir noch die letzten 2 Minuten der erste Halbzeit sehen. Dort haben sich noch mehr Stromverzweifelte in der Halbzeit eingefunden, aber alles nur Argentinienfans...
TOOOR!
Der größte Argentinienfan war wohl mein kleiner Gastbruder Calitos (6). Er hat nach dem Spiel wirklich bitterlich geweint, da Messi verloren hat. Er hat mich 2 Tage weder angesehen noch mit mir gesprochen. Ich musste mir seine Gunst mit Keksen erkaufen.
Doch dieses Spiel (bei dem ich die Unverschämtheit besessen habe mich auch noch drüber zu freuen, dass Messi verloren hat) ist immer noch nicht ganz vergessen. Sobald ihn etwas an Fußball erinnert bekomme ich noch jetzt böse Blicke zugeworfen.
Ich werde mal bescheid sagen, sollte sich sein Groll gegen mich legen.
Viele sonnige Grüße