Das Labor, mein Leben als point&click Adv.
Hola!
Es ist eine Zeit her, dass ich das letzte mal hier was geschrieben habe. Ich hoffe, dass ich mich in diesem Bereich wieder bessern werde, ganz sicher... vielleicht...möglicherweise.
Ich habe in den letzten Wochen wirklich im Labor arbeiten können (auch wenn es ehr ein Technikum, als ein Labor ist). Dabei ist mir aufgefallen, das ganze erlebt sich ein wenig wie ein point&click Adventure.
- Nutze Handpumpe,auf Öl/Glyzerin/Diesel
'puh, das ganze Öl umzupumpen dauert echt lange und jetzt bin ich durchgeschwitzt'
- Nutze Deo, auf Karin
- Fülle Biodiesel in Reaktor
'hui, nun können wir Biodiesel machen'
- Schalte Pumpe und Heizung 'an'
= nichts geschied
'oh, was ist das Problem?'
= Low Oil- Lampe leuchtet
'aber das kann nicht sein, der Sensor muss kaputt sein'
- Lasse Öl aus Reaktor
'oh nein, jetzt haben wir eine Sauerei auf dem Boden und der ist jetzt gefährlich glatt. Das müssen wir erst sauber machen, bevor es weiter geht'
- Nutze Wasserschieber mit Öllache
= das geht so nicht
- Nutze Mopp mit Öllache
= dreckiger Mopp und die Öllache ist nicht weg
'hmm, jetzt müssen wir auch den Mopp erst wieder sauber machen.'
- Nutze Eimer mit Wasser
= Voller Wassereimer
- Nutze Waschmittel auf vollen Wassereimer
= Eimer mit Seifenwasser
- Nutze dreckigen Mopp mit Eimer mit Seifenwasser
= Sauber Mopp
'So der Mopp ist jetzt sauber, nun müssen wir noch das Öl weg kriegen'
- Nutze Eimer mit Seifenwasser, auf Öllache
- Nutze Mopp
'Jetzt ist der ganze Raum dreckig und glatt...Da muss es einen besseren Weg geben'
- Nutze alten Lappen, mit Öllache
= Das geht so nicht
- Nutze Lappen, mit Besen
= Das geht so nicht
- Nutze Holzspäne mit Öl
'oh, schau die Holzspäne saugen das Öl auf und binden es
- Nutze Besen mit Holzspäne
'jetzt ist das Labor wieder sauber und wir können weiter machen'
Und ich könnte noch lange so weiter machen.
'oh du hast eine stabile Emulsion aus Wasser und Biodiesel hergestellt. Wie kriegen wir den Biodiesel da wieder raus?'
Minigame: Korrigiere die Verkabelung des Heizelementes
'Du musst dieses Fass trocken kriegen' -Nutze alte Lappen mit nassem Fass 'Die Idee ist gut, aber da fehlt noch was...'
Man kommt halt hin und wieder an dem Punkt an dem man anfängt alle vorhandenen Sachen wild mit einander zu kombinieren um zu sehen, ob was hilft.
Es macht tierisch Spaß, ist aber stellenweise sehr frustrieren, außerdem wiederholen sich die Aufgaben nach einiger Zeit. Zudem gibt es zum Teil sehr lange Wartezeiten und das Spiel ist insgesamt etwas langatmig mit, mir persönlich etwas langsamer Storyentwicklung.
Die Grafik ist dafür aber wirklich super, da kann man nichts gegen sagen.
Also wer point&click Rätselspiele mag, wert auf wirklich realistische Grafik legt und zudem Spaß an diesem ganzen Chemie- und Ingenieurzeugs hat, wird sicher viel Spaß hiermit haben.
Für den Rest würde ich es nicht empfehlen.
2 von 5 Sternen
k.far.away am 29. Oktober 14
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Gedankenfetzen: Chikungunya
Chikungunya ist Moppelkotze!
Das ist eine Tropenkrankheit, die von kleinen fiesen Mücken übertragen wird. Die Krankheit ist eigentlich ehr im asiatischen Raum verbreitet, doch seit Anfang dieses Jahres hat sich die Krankheit auch hier breit gemacht und das ziemlich schnell.
Nach einer 3-tägigen Inkubationszeit bekommt man zum Teil recht hoches Fieber, rote Punkte/Hautausschlag und Gelenkschmerzen. Diese sind auch Namensgeber für diese Krankheit, denn die Übersetzung bedeutet so etwas wie, 'gebeugter Mann'.
Diese Schmerzen können sehr heftig sein, sodass man sich wirklich nicht mehr bewegen kann oder die Finger oder Zehen entkrampfen kann.
Das Denguefieber ist hier auch verbreitet und hat recht ähnliche Symptome, ist aber leider deutlich gefährlicher. Es kann in seltenen Fällen zu inneren Blutungen und dergleichen kommen. Es gibt mehrer Stämme von diesem Virus und das tückische ist, dass wenn du eine Infektion überstanden hast du bei einer zweiten Infektion mit einem anderen Stamm, ganz schlechte Chancen hast. Denn dies führt zu einer negativen Rückkopplung mit den Antikörpern von der letzten Infektion.
Was bedeutet das Dengue nicht nur Moppelkotze ist, sondern das ist ein Arschloch, das aus der Kreuzung eines ranzigen Iltis und der Portion Met die die du 3 Wochen im Sommer vergessen hast in den Kühlschrank zu tun und die dir jetzt schon wieder an deiner Tür klingelt um dir Zeitungsabos anzudrehen ist, und das dir mit Anlauf ins Kreuz springt (der Satz macht Sinn, ließ ihn nochmal).
Wie dem auch ist. Nach diesem kleinen Ausflug in die Tropenkrankheitskunde, der Grund für diese unverschämte Weiterbildung meiner (sehr kleinen) Leserschaft.
Diese Chikungunya-Moppelkotze hat mich erwischt.
Ich schlug mich die letzten anderthalb mit Fieber rum. Auch die roten Punkte sind jetzt zum Schluss noch aufgetaucht und die obligatorischen Gelenkschmerzen sowieso.
Das Problem mit denen ist, dass die zwischen durch noch monatelang auftreten können...
Naja... dafür habe ich jetzt eine lebenslange Immunität gegen diese Moppelkotze.
Ein ungemein nützliche Eigenschaft, die sich in unseren Breitengrade, auf der Nützlichkeitsskalar knapp hinter das Alphabet rückwärts rülpsen und vor Make-up am Geschmack zu erkennen.
Also
Nos vemos!
k.far.away am 18. September 14
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Gedankenfetzen: Benimmregeln
Yasmin hat ein Buch drüber, wie man den Leuten Zuhause von den Ereignissen erzählen sollte. Welche Formulierungen zu vermeiden sind, um keine negativen Vorurteile zu verstärken.
Hört sich alles sehr interessant an.
Ich habe es selbstverständlich nicht gelesen.
Ihr werden es also aushalten müssen, dass ich zwischendurch durch Unwissenheit grenzwertig nah ans Arschloch-sein rücke.
Sollte ich mich doch entschließen es zu lesen, werde ich es euch zusammenfassen.
Nos vemos!
k.far.away am 10. September 14
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Und hallo Crissy, Ysamin und Max
Generationswechsel bei den Freiwilligen. Lisa und Linda sind wieder daheim, dafür sind jetzt Max, Crissy und Yasmin da. Crissy wird auf Dauer wohl irgendwann (wenn das Labor fertig ist, also in einem halben Jahr oder so) komplett an die Simpa gehen um dort Fische zu kreuzen. In der Zwischenzeit versuchen sich die anderen Beiden in Lisas und Lindas alte Stellen einzuarbeiten. Sind, soweit ich das beurteilen kann, auf einem guten Weg dabei.
Zu den ausländischen Block zählt natürlich noch Hirotaka, der aber leider nicht mehr lange bleiben wird. Ansonsten gibt es noch Vincente aus Spanien und seit neustem auch Gema, ebenfalls Spanien.
Zumindest hat man jetzt auch ein paar Leute die nicht schon alles gesehen haben vom Land und noch genauso neugierig und unerfahren sind wie ich.
Mit der Hoffnung euch bald mehr vom Land zu erzählen verabschiede ich mich für heute.
Nos vemos!
k.far.away am 09. September 14
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Laika
In den letzten Tagen ist viel passiert, dass werde ich aber ein anderes Mal schreiben.
Heute geht es um das für mich wichtigste diese Woche.
Laika

Leider habe ich kein schöneres Bild von ihr da.
Nach 12 Jahren zusammen ist sie am Dienstag an Krebs gestorben.
Sie ist bei Oma im Wohnzimmer eingeschlafen und nicht wieder aufgewacht.
Es ist die eine Sache sich von seinem alten Hund zu verabschieden mit der abstrakten Vorstellung, man könnte ihn vielleicht nicht mehr wieder sehen und eine ganz Andere wenn man wirklich damit konfrontiert wird, dass sie wirklich nicht mehr da ist wenn ich wiederkomme.
Meine alte Grinsebacke, ich werde dich vermissen. Wir hatte eine sehr schöne Zeit zusammen, ich hab dich lieb.
k.far.away am 05. September 14
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Abschied von Lisa&Linda
Ich habe die beiden hin und wieder erwähnt. Vermutlich werde ich die beiden auch noch in Beiträgen erwähnen die sich mit meiner bisherigen Zeit hier beschäftigen.
Aber jetzt heißt es erstmal Abschied nehmen von den beiden. Ihr Jahr hier in der Dom.Rep. als Freiwillige vorbei und die beiden sind jetzt auf dem Weg zurück nach Deutschland.
Ich möchte mich hier noch mal bei den beiden bedanken, dafür dass sie mir hier in der ersten Zeit geholfen haben, mir alles gezeigt haben und mir einige Leute vorgestellt haben.

Also danke und viel Spaß im Studium und in der Arbeitswelt! Ihr werdet euch beide gut zurecht finden, glaube ich.
Die beiden haben sich zum Abschied noch etwas einfallen lassen und haben sich am letzten Tag mit der Kutsche zur Uni fahren lassen.

k.far.away am 01. September 14
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kurze Gedankenfetzen die 1000 Grúas des Friedes...
... die eigentlich nur 700 sind.
Lisa und Linda versuchten ein Uniplattform für die Studenten zu schaffen damit diese sich besser untereinander organisieren können.
Dieses Projekt nennt sich ISA.Forma.
Um das ganze zu starten, stellten sie selbst mit Hirotaka, einem japanischen Freiwilligen hier an der ISA, die ersten Veranstaltungen.
Eine dieser Veranstaltungen war das Origamifalten von 1000 Kranichen.
Ein in Japan verbreiteter Brauch zum Gedenken der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki und als Mahnmal für den Frieden.
Dies versuchten die drei mit den Studenten an mehreren Abende zu bewerkstelligen... irgendwie haben sich mich da auch mit reingezogen...
Probleme die sich in den Weg stellten:
- die wenigsten der beteiligten Studenten war gut im falten von Grúas
- die meisten Studenten hat es nicht auf der Plattform gesehen, sondern waren nur arme Tröpfe die zum falschen Zeitpunkt an dem Raum vorbei liefen und dann dazu überredet würden mit zu machen
- die Abschlussprüfungen standen vor der Tür
Diese Probleme würde selbstverständlich alle gelöst...
- wir setzten uns für eine aktive Inklusion von Kranichen mit besondern Ansprüchen in die normalen Ketten ein
- sobald ein Student sich in den Raum verirrt hat wurde er mit allen erdenklichen Überredungstechniken daran gehindert zu gehen
- und schließlich: würde der Fertigstellungstermin nach hinten verschoben, die Zielproduktionsmenge reduziert und ein Gros der Arbeit blieb an uns hängen
Aber nun hängen sie; die 1000 Grúas,
...die eigentlich nur 700 sind.
Aber zumindest weiß ich jetzt, wie man Origami-Kraniche faltet.
k.far.away am 29. August 14
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ARDUINO Die ersten Erfolge
Ich habe meine ersten Erfahrungen mit meinem neues Spielzeug gemacht und kann auch die ersten Erfolge verbuchen.
Ich habe es nicht nur geschafft eine LED über Druckschalter zu bedienen.

Nein ich habe auch ein voll funktionsfähiges Thermometer gebaut

und den Code dafür geschrieben
Mal sehen ob das mit der Lichtsteuerung auch so gut funktioniert!
k.far.away am 29. August 14
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ARDUINO mein neues Spielzeug ist da!
Hola!
Mein neues Spielzeug ist da! Das ARDUINO Starter Kit!

Arduino ist eine open-source Programmplattform mit denen man sich seine eignen kleine Hardware zusammenbauen kann und die passenden Programme dazu schreiben kann.
Bei dem Set ist ein Buch dabei, dass wirklich bei Adam und Eva des Programmierens anfängt und ich werde jetzt versuchen mich da einzufuchsen.
Warum habe ich mir dieses Spielzeug besorgt fragt ihr euch?
Gute Frage mit einer, wie ich finde, guten Antwort.
Auf diesem System basiert unsere zentrale Steuereinheit vom Vergaser und die läuft nicht so wie wir das wollen... und um das Problem zu beheben müssen wir es erst einmal verstehen.
Ich werde über meine Erfahrungen, Fortschritte (hoffentlich!) und Projekte damit, hier berichten.
Nos vemos!
k.far.away am 27. August 14
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Essen und Trinken 'plátano'
Und wieder eine neue Rubrik.
Essen und Trinken ist genau das wonach es sich anhört.
Der erste Eintrag ist nicht, wie man vielleicht erwarten würde über Rum (der kommt später, keine Sorge), sondern über das was mich seit dem ich hier bin sehr hartnäckig verfolgt.
Plátano
Was soll ich über diese Dinger sagen...
Sehen aus wie Bananen, sind es aber nicht!
Wenn man roh in eine rein beißt, ist es als würde man in eine Banane beißen die nach rohen Kartoffeln schmeckt.
Nicht weiter zu empfehlen. Wirklich ernsthaft nicht weiter zu empfehlen.
Plátanos werden entweder gekocht oder in Scheiben geschnitten und frittiert. Es schmeckt beides nicht sehr berauschend...
Zwei Drittel meiner Frühstücke hier an der ISA bestehen aus Plátano und Ei...

Bei dem anderen Drittel wird die Plátano durch Yuca ersetzt (dazu ein anderes mal).
Ich kann diese doofen Plátano jetzt schon nicht mehr sehen und ich habe noch Monate vor mir um sie hassen zu lernen...
k.far.away am 20. August 14
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kurze Gedankenfetzen Mangobäume
Bis Ende August zwei deutsche Freiwillige sind noch zwei deutsche Freiwillige hier (Lisa und Linda). Die beiden bereiten sich zur Zeit auf die Heimreise vor und sind dabei all ihre Souvenirs zusammensuchen.
Lisa soll einer ihrer etwas romantisch-verträumten Freundinnen einen Mangozweig mitbringen, wenn sie noch mal unter einem solchen Baum spazieren geht.
Ich persönlich muss sagen, Mangobäume verlieren einiges an ihrer innewohnenden Romantik, wenn einer davon direkt neben deinem Fenster steht und jede Nacht, wirklich jede Nacht ziemlich laut diese vermaledeiten Früchte auf das Wellblechdach darunter schmeißt und einen so jede Nacht wenigstens einmal aus dem Schlaf holt...
Ich werde niemandem Mangozweige mitbringen... es sei den als Genugtuung für mich selber, diesem Baum verletzt zu haben...
k.far.away am 16. August 14
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